Währung im Auge behalten
Über Wechselkurse informiert sich Otto
Normalverbraucher meist nur, wenn er ins Ausland reisen will, wo man
nicht mit Euro bezahlt. Dafür muss man heutzutage nicht mehr
extra zur Hausbank gehen, die die tagesaktuellen Kurse
aushängt. Das Internet bietet zahlreiche
Währungsrechner, in denen man schnell erfahren kann, wie viel
man für den Urlaub umtauschen muss.
Für Anleger dürfte interessant sein, wie sich ihre
Investitionen entwickeln, besonders wenn sie in Fremdwährungen
getätigt wurden. Das betrifft nicht nur
Großaktionäre, sondern auch alle, die ihre
Altersvorsorge mit Investmentfondsund
Staats- und Unternehmens-Anleihen im Ausland sichern wollen. Meist
überwacht zwar ein Fondsmanager die wichtigsten
Marktentwicklungen, aber man kann sein Portfolio auch selbst verwalten.
Wenn man dafür auch regelmäßig
Informationen von seinem Anlageportal bekommt, kann es dennoch sinnvoll
sein, sein Wissen über die Anlagewährungen zu
aktualisieren.
Tagesaktuelle Währungsrechner
Selbst minimale Kursschwankungen sind im geschäftlichen
Geldverkehr bedeutend. Deshalb sollte man sich nicht auf
Währungsrechner auf Webseiten verlassen, die nicht
täglich gepflegt werden. Am besten sucht man sich ein
Börsenportal, in dem Meldungen vom Börsengeschehen,
Aktienkurse und
Währungsumrechnung
onlineständig aktuell gehalten werden.
Hilfreich sind auch die Foren solcher Portale, in denen Anleger sich
gezielt über die Entwicklungen von Fremdwährungen und
Devisenhandel austauschen. Man kann sogar die Währungskurse
der letzten Monate genau zurückverfolgen. Gerade in
Krisenzeiten können Wechselkurse sich binnen einer Woche um
zehn Cent und mehr verändern. Wenn man dann weiß,
dass die eigene Fonds-Währung zu den Profiteuren
gehört, wird man alarmierende Wirtschaftsmeldungen besser
einordnen können.
Wechselkursentwicklung beeinflusst Investmentstrategie
Wenn risikoarme Anlagestrategien die Inflation nicht mehr ausgleichen,
greifen Fondsmanager zu wagemutigeren Investments. Kaum eine der
Alternativstrategienkann
ohne ein Aber verkauft werden. Lange Laufzeiten können einen
bei steigenden Zinsen schlechter dastehen lassen und
höherverzinste Anleihen schlechter Schuldner bergen ein
größeres Ausfallrisiko. Durchschnittlich
höhere Gläubigerzinsen können in
Fremdwährungsländern zudem noch durch
Wechselkursverluste
aufgefressen werden.
Gerade bei der zuletzt genannten Anlagestrategie muss man unbedingt den
Umrechnungskurs zur fremden Währung im Auge behalten.
Gegebenenfalls lohnt es sich, die eigenen Anlagen dann umzuschichten,
damit die Altersvorsorge nicht gefährdet wird.